Klebefolien nass verkleben

Bedruckte Klebefolien können grundsätzlich auf zwei Arten verklebt werden – nass oder trocken.
Im Folgenden geben wir Ihnen eine paar wertvolle Hinweise, die nicht nur für eine lange Haltbarkeit der Klebefolie relevant sind, sondern Ihnen auch das verkleben eines Foliendruckes erleichtern sollen.
Diese Hinweise dienen ausschließlich als Hilfestellung, wir können selbstverständlich keine Garantie für eine einwandfreie Folienverklebung übernehmen, da wir selbst diese nicht vorgenommen haben.

Zu unseren Klebefolien/Aufklebern


Allgemeine Hinweise zur Verklebung von bedruckten Klebefolien:

Oberfläche und Temperatur
Die Klebefolie kann auf allen glatten Oberflächen verklebt werden. Dabei spielt das Material weniger eine Rolle, wie die Sauberkeit des Untergrundes. Die Oberfläche muss sauber (d.h, fett-, öl-, wachs- und silikonfrei) sein. Die meisten Oberflächen können zu diesem Zwecke einfach, z.B. mit etwas Spiritus oder Universalreiniger, gereinigt werden. Sie sollten dafür einen fusselfreien Lappen oder eine Reinigungsrolle verwenden. Bitte beachten Sie, dass lackierte oder gestrichener Oberflächen erst vollständig ausgehärtet bzw. getrocknet sein müssen.

Die bedruckte Klebefolie sollten nicht in der prallen Sonne oder auf stark erwärmten Oberflächen verklebt werden. Dabei können sich die Folien verziehen und/oder die Klebekraft zu abrupt einsetzen. Ebenfalls empfiehlt es sich gegensätzlich sehr kalte Oberflächen mit einem handelsüblichen Fön zu erwärmen. Die optimale Verklebetemperatur lässt sich je nach Folienart und durch weitere Einflüsse schlecht pauschalisieren, aber eine Temperatur von ca. 10-20°C ist für die meisten Folien ideal.

Nassverklebung?
Besonders bei größeren Klebefolien, bei denen man sich schon im unverklebten Zustand mit einer behutsamen Handhabung schwer tut, empfiehlt es sich diese nass zu verkleben. Oftmals geht die Verklebung mit einer helfenden Hand, sprich einer zweiten Person deutlich einfacher. Durch den Wasserfilm kann bei der Nassverklebung ein ungewolltes oder zu frühes wirken der Klebekraft verhindert werden, was nicht nur eine genaue Positionierung vereinfacht, sondern auch der Blasen- und Faltenbildung vorbeugt.

Vorgehen bei der Foliendruck Nassverklebung

Für die Nassverklebung empfiehlt es sich, falls vorhanden, eine handelsübliche Sprühflasche zu verwenden. In diese wird ein Wasser-Seifen Gemisch (ca. kleine-2 Tropfen Spülmittel pro Liter Wasser, mit der Seifenkonzentration lässt sich die Intensität der Klebewirkung steuern, evtl. ausprobieren) eingefüllt. Mit diesem Gemisch wird zuerst die zuvor gereinigte Oberfläche leicht eingesprüht.

Anschließend die Klebefolie mit der bedruckten Seite nach unten auf einen flachen Untergrund legen. Dann das Schutzpapier vorsichtig von einer Ecke an flach abziehen. Die freigelegte Folienseite mit Klebstoff wird nun ebenfalls mit dem Wasser-Seifen Gemisch gründlich benetzt. Nun beginnen Sie den Foliendruck an die gewünschte Position anzusetzen. Dabei legen Sie nicht die ganze Folie sofort vollständig auf, sondern beginnen mit einer Ecke bzw. Seite und positionieren die Folie nach und nach vollständig. Überprüfen Sie dabei anfangs die Klebewirkung und sprühen evtl. bei Bedarf Gemisch nach. Die Folie sollte sich ohne anzukleben frei positionieren lassen.

Nachdem Sie den Foliendruck positioniert haben, können Sie mit einer Kunststoffrakel (mit Filzeinsatz) das überschüssige Wasser aus der Klebefolie entfernen. Dazu fangen Sie in der Mitte an streichen das Wasser mit der Rakel von links nach rechts bzw. oben nach unten aus der Klebefolie. Dabei beginnen Sie in der Mitte und arbeiten sich bis zu den Rändern nach außen. Passen Sie auf, dass Sie mit einem spitzen oder kantigen Gegenstand oder falsches rakeln die Folienoberfläche nicht beschädigen. Rakeln Sie so lange, gegebenenfalls auch mit einem festeren Druck, bis sich kein Wasser und keine Blasen mehr unter der bedruckten Folie befinden. Es empfiehlt sich den Foliendruck einen Tag ruhen zu lassen, weil der Folienkleber erst dann seine volle Klebekraft wieder entfaltet hat.

Abschließend sollten Sie die Klebefolie noch einmal vorsichtig nachrakeln. Blasen können Sie ggf. mit einer nadeln aufstechen und mit der Fingerkuppe ausstreichen.

Beschmutze Klebefolie
Sie können versuchen verschmutzte Klebefolie wieder zu reinigen. Dazu sollten Sie einen nicht scheuernden Lappen/Tuch oder Schwamm verwenden. Grundsätzlich sollte der Reinigungsversuch mit reinem Wasser vorgenommen werden. Auf den Einsatz Alkohol- oder Säurehaltiger Reinigungsmittel sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, da diese den Druck und/oder die Folie beschädigen könnten. Falls Sie auf die Folie etwas mehr Duck ausüben, damit sich hartnäckiger Schmutz löst, dann sollten Sie darauf achten, dass die Folie möglichst ständig nass ist, damit scheuerstellen vermieden werden. Bei “schärferen” Reinigungsmitteln, wie z.B. Spiritus, sollten Sie erst vorsichtig an einer kleinen Stelle testen und die Reaktion des Materials abwarten, bevor Sie die Flüssigkeit flächendeckender einsetzen.

Wir hoffen Ihnen mit dieser Anleitung etwas geholfen zu haben, auch wenn zugegebenermaßen die Folienverklebung bei Laien oder Neulingen, gerade bei sehr großen Folien, immer etwas Skepsis erzeugt. Wenn Sie die nötige Sorgfalt und etwas Geschick mitbringen, dann werden auch Sie mit etwas Übung und dem richtigen Handwerkszeug Folien einwandfrei verkleben können. Übung macht bekanntlich den Meister…

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